Erfahrungen und Perspektiven der deutschen Wirtschaft im Auslandsgeschäft - Ergebnisse der IHK-Unternehmensumfrage 2009 - Bundesweite Auswertung
Ein Silberstreif zeigt sich bereits am Horizont. Dennoch - die Ausgangsbedingungen für eine Erholung der deutschen Außenwirtschaft sind schwieriger als vor der Krise. Das geht aus der Umfrage "Going International 2009" des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor, die nun auch in gedruckter Form vorliegt. Wie die Erhebung zeigt, an der sich im Sommer dieses Jahres insgesamt 2.300 auslandsaktive Firmen mit Sitz in Deutschland beteiligt hatten, machen 78 Prozent der befragten Unternehmen die schlechte Auftragslage und die fehlenden Absatzmöglichkeiten im Ausland zu schaffen. Fast genauso viele (77 Prozent) haben Probleme, verlässliche Geschäftspartner in den Zielmärkten zu finden. Zwar haben nationale Konjunkturprogramme neue Geschäftschancen eröffnet; durch sie sind aber auch neue Hindernisse im Auslandsgeschäft entstanden, die Nachteile für deutsche Firmen mit sich bringen. Zwei Drittel der deutschen Unternehmen kämpfen auf den internationalen Märkten mit schwierigen rechtlichen Bedingungen. Instabile politische Verhältnisse, Korruption und protektionistische Maßnahmen der Staaten belasten zudem mehr als die Hälfte der Unternehmen.